Innenraum der Johanneskirche - Foto: Volker Nagel-Geißler

Pastor Ritter

Auszug aus der Anrede "Auf Kurs" - Ausgabe 60

Liebe Mitglieder unserer Johannesgemeinde,

nun steht wieder Ostern vor unserer Tür und wir wurden gebeten, unsere Kirchtüren nur virtuell zu öffnen. Lange haben die Kirchen noch mit den Ländern und die Kirchenvorstände untereinander diskutiert. Einige Gemeinden haben gleich reagiert und sich entschlossen, der Bitte unserer Bundeskanzlerin nachzukommen. Wie wird es danach weitergehen? Innerhalb weniger Tage änderten sich die gestatteten Besucherzahlen für unsere Kirche von 100 auf 50 und dann auf 20.

Auch wenn einige Gemeinden wenigstens noch Gottesdienst feiern – alles andere ist ja schon lange ausgesetzt – hoffen wir sehr, dass sich für uns alle die Lage bessert. Ob die Acht- und Rücksichtslosen die Signale des Lockdowns begreifen werden? Unsere Gottesdienste waren an den steigenden Zahlen nicht schuld.

Wir hoffen, dass wir bald nach Ostern wieder alle Gottesdienst feiern dürfen, dass sich die Situation zum Sommer hin entspannen wird und die Gemeinden auch die anderen Veranstaltungen wieder starten dürfen.

Wir gehen nun in diese Osterzeit mit unseren Erfahrungen vom letzten Jahr. Vor einem Jahr haben wir gelernt, uns die Osterbotschaft auch auf anderen Wegen weiterzusagen. Und so finden Sie in der neuen Ausgabe von Auf Kurs einen bunten Strauß an Ideen und Angeboten für die nächsten Wochen und Monate.

Wir müssen immer noch durchhalten und aufeinander aufpassen. Bleiben Sie und Ihre Lieben alle behütet!

Ihr Pastor Sebastian Ritter

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Johanneskirchengemeinde, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

ein Jahr geht zu Ende, für das ich allen, die sich in unserer Johannesgemeinde eingebracht haben, herzlich Danke sagen möchte.

Es war ein schweres Jahr. Und die Sorge ist noch längst nicht vorbei. Aber Weihnachten wird es trotzdem. Die Weihnachtsgeschichte, die wir wohl auch mit einigen Menschen zusammen in der Kirche hören werden, beginnt mit den Worten "Es begab sich aber zu der Zeit..."

Das "aber" habe ich scoh in anderen Jahren deutlich mitgehört. Dieses Jahr bin ich besonders dankbar dafür. In die Dunkelheit, in die Sorge und Angst will diese Botschaft genauso leuchten wie in das fröhliche Fest der Familien. Es bleibt aber immer ein "trotzdem", ein "aber" in dieser Botschaft. Die Weihnachtsbotschaft muss in diesem Jahr mehr ihrer Kraft entfalten - und sie kann es auch, dessen bin ich gewiss.

Besonders in diesem Jahr wünsche ich Ihnen und Euch allen fröhliche Weihnachten! Und dass die Botschaft vom Kind in Bethlehem seine volle Kraft in Euren und Ihren Herzen und Häusern entfalten möge!

In diesem zu Ende gehenden Jahr mussten wir alle uns in vielem umstellen, das gilt auch für unsere Gemeinde. Der erste Schock: Ostern ohne Gottesdienste. Und dann haben wir andere Wege gefunden, um doch Gottesdienst zu feiern, haben andere Menschen erreicht als sonst, dafür viele nicht, die sonst gekommen wären.

Ich bin dankbar, dass an vielen Stellen unter diesen Bedingungen Nähe dennoch möglich war.

Sie haben sicherlich unseren kleinen eigenen Gemeindebrief erhalten, in dem ich ausführlich erzählt habe, was uns als Mitarbeiter und im Kirchenvorstand beschäftigt hat.

Viele Gruppen, Veranstaltungen und Aktivitäten haben lange pausiert, manche seit März und nicht überall kann man sich momentan vorstellen, dass es im neuen Jahr irgendwann wieder stattfinden wird.

Gerade in dieser Zeit danke ich denen sehr, die mit uns Hauptamtlichen die Gemeinde dennoch lebendig erhalten haben. Vielleicht ganz besonders dem Kirchenvorstand, dem Besuchsdienst, den Sängerinnen und Sängern, Musizierenden und dem Konif-Team.

Einige haben jünst nach langer Zeit, ihr Engagement beendet, neben einigen Austrägern von Auf Kurs auch Frau Schönfeld im Besuchsdienst, Herr Krause, Herr Schröder und Frau Brüggemann im Musikverein. Vielen, vielen Dank für diesen treuen und wichtigen Dienst.

Ich freue mich, wenn wir uns bald wiedersehen. Und hoffentlich auch irgendwann wieder zusammen singen und feiern dürfen. Vielleicht können wir ja statt unseres tradtitionellen Grünkohlessens dann ein schönes Sommer-Grillfest veranstalten.

Bleibt behütet!

In Verbundenheit Ihr Sebastian Ritter

Auszug aus der Anrede der Sonderausgabe "Der Anruf"

Liebe Mitglieder unserer Johannesgemeinde,

die Tage unseres Gemeindebriefes "Der Anruf" sind schon lange vorbei. Doch nun zum Advent möchten wir Ihnen etwas ausführlicher einige Informationen zukommen lassen und uns bei Ihnen auf diese Weise melden. Sozusagen ein Brief von uns an Sie.

Während wir dieses kleine Blatt fertig stellen, wird gerade die Hoffnung auf einen Impfstoff genährt, während gleichzeitig die Infektionszahlen weiter steigen. Bis zu einer Normalität werden wir uns noch einige Zeit gedulden und aufeinander Acht geben müssen.

Auch für uns als Gemeinde ist dies eine schwierige und eigenartige Zeit. Wie viele Veranstaltungen wir in diesem Jahr ausfallen lassen mussten oder unter ganz besonderen Bedingungen feiern mussten, lässt sich kaum noch zählen. Wir sind es gewohnt, in der Gemeinde einander zu begegnen. Doch wir mussten lernen, Nähe anders zu ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen - gemeinsam mit unserem Kirchenvorstand - von ganzem Herzen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Bleiben Sie und Ihre Lieben gesund und behütet!

Mit herzlichen Grüßen und in Verbundenheit

Ihr Pastor Sebastian Ritter

Melden Sie sich bitte, wenn Sie eine Ausgabe der Sonderausgabe "Der Anruf" haben möchten.

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Johanneskirchengemeinde,

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Dieses Wort aus 2. Timotheus 1,7 begleitet mich schon lange und war nun zu Beginn der Kirchenschließungen Losungstext. Kraft, Liebe und Besonnenheit, das braucht es nun besonders. Wir leben in einer eigenartigen, bedrückenden und doch auch entschleunigten Zeit. Für uns als Kirche sind fast alle üblichen Formen kirchlichen Lebens außer Kraft gesetzt. Kein Begegnungscafé am Mittwoch, kein Bibel-, Frauen- oder Literaturkreis, kein Chor und vor allem keine Gottesdienste.

Wir versuchen vor allem übers Internet Botschaften und Mitteilungen weiterzugeben. Sehr dankbar sind wir für alle, die in der vergangenen Woche "Auf Kurs" ausgetragen haben.

Besonders zwei Andachts- und Gottesdienstformen feiern wir mit vielen Gemeinden zusammen Zuhause:

  • Den Gottesdienst zeitgleich (sonntags und in der Karwoche an jedem Tag) um 10 Uhr. Die Texte dazu gibt es auf unserer Homepage und der des Kirchenkreises.
  • Licht der Hoffnung: An jedem Tag um 19 Uhr entzünden wir eine Kerze am Fenster und beten.

Gemeinsam im Kirchenkreis bieten wir auch Hilfe an für Menschen, die nicht einkaufen können oder wollen. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite "Hilfsprojekt".

Bei whatsapp haben wir als Gemeinde eine Gruppe gegründet, damit wir uns auch auf diesem Wege austauschen können. Wer da mit hinein möchte, schreibt mir am Besten an meine mobile Nummer: 0171 - 765 43 32.

Volker Nagel-Geißler hatte die Idee eine CD fertig zu machen, als musikalischer Ostergruß der ev.-luth. Nordgemeinden. Wenn Sie eine CD haben möchten oder Menschen kennen, denen wir damit eine Freude bereiten können, wenden Sie sich gern telefonisch an mich, Volker Nagel-Geißler oder Ulrike Hartmann. (Die Audiodateien sind mittlerweile auf unserer Website im Bereich "Kirche und Corona - musikalischer Ostergruß" zu finden.)

Am Karfreitag werden wir tagsüber unser Stacheldrahtkreuz vor die Kirchentür stellen und dazu einladen, dort Gebetsanliegen auf Zetteln zu hinterlassen. Ich werde diese dann um 19 Uhr beim Gebet in der Kirche vor Gott bringen.

Eine Osterpredigt werde ich auch noch schreiben und sie gerne allen zukommen lassen, die sie sich nicht von der Homepage herunterladen können oder wollen.

Für Ostersonntag weise ich auch auf eine besonders schöne Aktion hin, die sich die Posaunenleute der Landeskirche ausgedacht haben:

Ostersonntag, 12.04. um 10.15 Uhr Oster-Flash-Mob #OSTERNVOMBALKON

Die Idee hat auch der ZDF-Fernsehgottesdienst aufgegriffen und leitet dazu ein. Alle Sänger und Sängerinnen, Bläser und Bläserinnen, die Gitarristen und andere Instrumentalisten und überhaupt alle, die irgendwie Töne herausbringen: Macht mit.

Wir stimmen alle das Lied "Christ ist erstanden" an, in Gärten, von Balkonen... Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite "Termine".

Keine Sorge, die verwunderten Nachbarn werden vorher über die Nordseezeitung etc. informiert.

Noch wissen wir alle nicht, wie lange unsere Johanneskirche geschlossen bleiben muss. Je nachdem, wie lange diese Trennung dauert, werden wir noch andere Wege finden. Wir denken gerade über einen Bibelkreis per Skype nach zum Beispiel.

Für Wünsche und Anregungen sind wir sehr dankbar.

Ich weise auch noch einmal darauf hin, dass ich gerne für andere Menschen Kerzen in der Kirche entzünde.

Auch im Namen von Friederike Köhn, Ulrike Hartmann, Stefan Zippel und Volker Nagel-Geißler grüße ich Sie alle ganz herzlich.

Bleiben Sie alle behütet und hoffentlich dürfen wir uns alle bald gesund wiedersehen.

Frohe Ostern!

Ihr/Euer Sebastian Ritter

Liebe Mitglieder der Johannesgemeinde,

wir sollen jetzt einander nahe sein, in dem wir uns nicht nahe kommen. Das ist jetzt Gebot der Stunde. Wir hoffen, dass wir unsere regelmäßigen Veranstaltungen ab dem 19.04. wieder aufnehmen können und dürfen.

Einander nahe sein, ohne sich zu sehen, wie kann das gehen?

  • Licht der Hoffnung! Wir entzünden jeden Abend um 19 Uhr eine Kerze im Fenster, lesen die Losungen und beten.
  • An den Sonntagen und allen Tagen in der Karwoche feiern wir den Gottesdienst zeitgleich. Und wir laden alle ein mitzufeiern.
  • Wir bieten außerdem Hilfe an für alle, die nicht einkaufen wollen oder sich nicht trauen. Werden Sie sich gerne an uns.

Die Ostergottesdienste nicht in unserer Kirche feiern zu dürfen, ist hart. Aber es gibt weiterhin die Fernsehgottesdienste und wir werden uns auch hier bemühen, per Internet Predigten und Gottesdienste weiter zu geben.

Besonders schwer ist es mir gefallen, die Kirche zu schließen. Aber es geht nun darum, dass wir alle so wenig wie möglich in die Öffentlichkeit gehen. Wenn Sie aber möchten, entzünde ich eine Kerze für Sie. Geben Sie mir Bescheid.

Der Mensch lebt nicht nur vom Brot (oder Toilettenpapier) allein. Unseren Glauben können wir trotzdem leben: Beten Sie mit uns zeitgleich. Nutzen Sie die digitalen Wege, um mit uns in Kontakt zu kommen. Oder rufen Sie mich an, auch wenn Sie einfach nur reden möchten.

Ich werde mich bemühen, schöne Predigten zu Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern zu schreiben. Diese werden Sie dann auf der Homepage finden. Möchten Sie die Predigten in Papierform zugestellt bekommen? Dann Sagen Sie Bescheid.

Ich möchte Sie auch einladen, unserer WhatsApp-Gruppe Johannesgemeinde beizutreten. Erzählen Sie, was Sie beschäftigt, lassen Sie uns auf diese Weise reden, wenn Sie möchten. Wenn Sie der Gruppe beitreten möchten, dann senden Sie mir an meine mobile Nummer eine Nachricht.

Hoffentlich dürfen wir uns alle in einigen Wochen wiedersehen.

Bleiben Sie bitte gesund und behütet.

Ihr Pastor Sebastian Ritter

Kontakt

Pastor Sebastian Ritter
Pastor Sebastian Ritter
Vor dem Grabensmoor 6
27578 Bremerhaven
Tel.: 0471 - 80 10 87